Mosimann - Biografie und Diskografie, alle Alben und Songs

Mosimann

Mosimann (bürgerlicher Name: Quentin Gérard John Mosimann) ist ein französisch-schweizerischer DJ, Produzent, Komponist, Sänger und Multiinstrumentalist. Er wurde am 14. Februar 1988 in Genf geboren. Ein breites Publikum lernte ihn 2008 nach seinem Sieg in der siebten Staffel der französischen Star Academy kennen, obwohl Mosimann bereits vor seiner Fernsehkarriere als DJ aktiv war. Im weiteren Verlauf entwickelte er sich von Electro-Pop und Festival-EDM hin zu House und Tech House, war von 2012 bis 2015 vier Jahre in Folge in den DJ Mag Top 100 DJs vertreten und kehrte 2026 in das Ranking zurück. Parallel dazu etablierte sich Mosimann als gefragter Komponist und Produzent für andere Künstler, während ihm die Reihe Dream Track einen neuen Schub internationaler Aufmerksamkeit brachte.

Quentin wurde in der Schweiz als Sohn eines Schweizers und einer Französin geboren und wuchs überwiegend in Frankreich auf — in Haute-Savoie und im Süden des Landes. Sein Interesse an elektronischer Musik entwickelte sich bereits im Teenageralter. Mit etwa fünfzehn Jahren begann er, die Arbeit des DJs John Revox aufmerksam zu beobachten, den er später als den Menschen bezeichnete, der ihm die Grundlagen des Berufs nähergebracht hatte.

Als Mosimann erstmals im Fernsehen auftrat, verfügte er bereits über praktische Erfahrung hinter den Decks. Er spielte im Süden Frankreichs und auf Ibiza und verband das Auflegen mit seinem eigenen Gesang. Diese Kombination aus DJing, Gesang und Live-Performance wurde später zu einem der markantesten Merkmale seines Bühnenformats.

Star Academy und der Durchbruch beim breiten Publikum

2007 nahm Mosimann an der siebten Staffel der französischen Star Academy teil. Das Finale fand am 15. Februar 2008 statt — einen Tag nach seinem zwanzigsten Geburtstag — und endete mit Quentins Sieg.

Die Fernsehsendung machte ihn schlagartig einem breiten französischsprachigen Publikum bekannt, doch seine ersten Veröffentlichungen unterschieden sich deutlich von der Musik, die er später als Clubkünstler produzierte.

Im August 2008 erschien sein Debütalbum Duel. Das Konzept basierte darauf, bekannte Songs in zwei unterschiedlichen musikalischen Welten neu zu interpretieren — einer eher akustischen und jazzigen sowie einer stärker elektronischen. Das Album enthielt Versionen von Cherchez le garçon, C'est la ouate, Cargo, Such a Shame, L'Aventurier und weiteren Stücken.

2009 wurde das Material in erweiterter Form unter dem Titel Il y a je t'aime et je t'aime erneut veröffentlicht. Dabei handelt es sich nicht um ein eigenständiges Studioalbum, sondern um eine neue Ausgabe von Duel mit zusätzlichem Material.

Sein zweites eigenständiges Album, Exhibition, erschien 2010. Der Jazz-Anteil trat hier stärker in den Hintergrund, während Electro-Pop, Synthesizer und tanzorientierte Rhythmen in den Vordergrund rückten.

Rückkehr zum DJing

Trotz des Erfolgs seiner Popkarriere gab Mosimann sein Interesse an Clubmusik nie auf. Anfang der 2010er-Jahre machte er DJing und elektronische Musikproduktion schrittweise zum Schwerpunkt seiner Arbeit.

Dieser Übergang war nicht einfach: Die Bekanntheit aus dem Fernsehen verschaffte ihm zwar ein großes Publikum, zwang ihn gleichzeitig aber dazu, seine professionelle Glaubwürdigkeit innerhalb der internationalen elektronischen Szene neu zu beweisen.

Mosimann tourte intensiv, veröffentlichte Electro House und Progressive House und entwickelte ein eigenes hybrides Performance-Format. Hinter dem DJ-Pult nutzte er nicht nur klassisches DJ-Equipment, sondern auch Keyboards, elektronische Drums und Gesang.

Zu den auffälligen Arbeiten dieser Phase gehörte All Alone mit der britischen Sängerin Tara McDonald.

DJ Mag Top 100 DJs

Im Jahr 2012 schaffte Mosimann erstmals den Sprung in die internationalen DJ Mag Top 100 DJs und debütierte auf Platz 74. 2013 verbesserte er sich auf Platz 69, 2014 erreichte er Platz 72 und 2015 Platz 93.

Nach einer langen Pause kehrte Mosimann 2026 in das Ranking zurück und belegte Platz 85. Seine Präsenz in den Top 100 DJs umfasst damit zwei deutlich unterschiedliche Karrierephasen: die Electro-House- und Festival-EDM-Ära der frühen 2010er-Jahre sowie eine spätere Phase, die stärker von House, Tech House, Live-Performances und der wachsenden Popularität des Projekts Dream Track geprägt ist.

Die ersten Platzierungen im Ranking waren für einen Künstler besonders wichtig, der zunächst durch das Fernsehen breite Bekanntheit erlangt hatte: Mosimann gelang es, sich innerhalb der internationalen elektronischen Szene eine eigenständige Reputation aufzubauen. In dieser Zeit tourte er intensiv, entwickelte das Radioprojekt House Bless You und arbeitete als Coach bei der französischsprachigen Ausgabe The Voice Belgique.

The 8 Deadly Sins

2013 erschien sein drittes Studioalbum The 8 Deadly Sins.

Das Album spiegelte die Clubseite von Mosimann deutlich stärker wider als seine vorherigen Veröffentlichungen. Electro House, Progressive House und vokale elektronische Musik bildeten das Fundament und entsprachen dem Festival-Sound der frühen 2010er-Jahre.

Das Album markierte einen wichtigen Übergang: Während Duel und Exhibition noch direkt an seine Fernseh- und Popkarriere anknüpften, war The 8 Deadly Sins bereits wesentlich stärker mit Mosimanns Identität als internationaler DJ und elektronischer Produzent verbunden.

Von EDM zu einem breiteren House-Sound

In der zweiten Hälfte der 2010er-Jahre begann Mosimann, sich schrittweise von der typischen Festival-EDM-Formel zu entfernen.

In dieser Zeit erschienen unter anderem TI89, Forever mit David Taylor, Cali, Horizon mit Leandro Da Silva, Mon Amour und weitere Arbeiten. House, vokale Elektronik und zurückhaltendere Clubrhythmen gewannen zunehmend an Bedeutung.

Anstatt permanent auf den größtmöglichen Drop hinzuarbeiten, konzentrierte sich Mosimann immer stärker auf Groove, Melodie und Songstruktur.

Outside The Box

Die Idee, sich nicht auf ein einziges Genreformat festzulegen, wurde in der Reihe Outside The Box weiterentwickelt.

Der erste Teil erschien 2020, der zweite 2021 und der dritte 2023. Schon der Titel beschreibt Mosimanns damaligen Ansatz sehr treffend: Elektronische Musik war für ihn nicht länger in streng voneinander getrennte Richtungen aufgeteilt.

In den verschiedenen Teilen der Reihe treffen House und Clubmusik auf melodischere, vokale und experimentelle Kompositionen.

Diese Phase ist besonders wichtig, um den reiferen Mosimann zu verstehen: Statt dem nächsten Trend der Szene zu folgen, begann er, seine gesamte Erfahrung als Sänger, Instrumentalist, DJ und Studioproduzent gleichzeitig einzusetzen.

Zusammenarbeit mit Grand Corps Malade

Eines der bedeutendsten Projekte außerhalb seiner eigenen Diskografie war die Zusammenarbeit mit dem französischen Autor und Interpreten Grand Corps Malade.

2020 wirkte Mosimann am Album Mesdames als Komponist, Produzent, Instrumentalist und Backgroundsänger mit.

Besonders bekannt wurde der Song Derrière le brouillard, den Grand Corps Malade gemeinsam mit Louane aufnahm: Mosimann komponierte die Musik, und seine Stimme ist zudem im Hintergrundgesang zu hören.

Auch an weiteren Stücken des Albums war er beteiligt, darunter Mesdames und Pendant 24h.

Das Projekt zeigte eine andere Seite seines musikalischen Denkens. Statt Club-Drops und Dancefloor-Funktionalität rückten Text, die Stimme des Interpreten, Harmonie und Songdramaturgie ins Zentrum.

Später arbeitete Mosimann als Komponist und Produzent unter anderem mit Louane, Patrick Bruel, Slimane, Suzane, Pierre Garnier und weiteren französischsprachigen Künstlern.

Produzent für andere Künstler

Die Arbeit außerhalb seines eigenen Künstlerprojekts entwickelte sich nach und nach zu einem eigenständigen Teil von Mosimanns Karriere.

Er komponiert Musik und arbeitet an Arrangements, Programmierung, Keyboards und Produktion. Dadurch reicht seine professionelle Tätigkeit deutlich über das klassische DJ/Producer-Modell hinaus.

Seine Erfahrung als Sänger ermöglicht ihm, direkt mit Gesangsparts zu arbeiten, während seine Fähigkeiten als Instrumentalist dazu beitragen, Kompositionen nicht nur innerhalb einer digitalen Audio-Workstation, sondern auch mit echten Keyboards, Drums und weiteren Instrumenten aufzubauen.

Gerade diese Vielseitigkeit wurde später zur Grundlage des Projekts Dream Track.

Dream Track

Im Januar 2024 startete Mosimann die Reihe Dream Track, die ihm einen neuen Popularitätsschub in den sozialen Medien brachte.

Das Format dreht sich jeweils um einen eingeladenen Gast. Dieser beschreibt den Track seiner Träume — Genre, Stimmung, Instrumente, Stimmfarbe oder eine ungewöhnliche Kombination von Sounds —, woraufhin Mosimann diese Vorstellungen direkt im Studio in eine fertige musikalische Idee verwandelt.

Das Projekt erwies sich als nahezu ideal für sein breites Fähigkeitsspektrum. In einem einzigen Video tritt Mosimann gleichzeitig als Komponist, Arrangeur, Keyboarder, Schlagzeuger, Sänger, Toningenieur und Produzent auf.

Dream Track entwickelte sich von einem Experiment mit Freunden zu einer regelmäßigen Reihe mit bekannten Musikern, Schauspielern und weiteren prominenten Gästen. Die Popularität lässt sich dabei nicht nur durch die Namen der Beteiligten erklären: Das Publikum kann den eigentlichen Entstehungsprozess der Musik verfolgen — von wenigen Worten bis zum fertigen Arrangement.

Das moderne Live-Format

Mosimanns Konzertauftritte bewegen sich zwischen einem klassischen DJ-Set und einer vollständigen Live-Show.

Er verwendet DJ-Equipment, Synthesizer und Keyboards, spielt elektronische Drums und singt. Einzelne Parts und Übergänge entstehen direkt während des Auftritts.

Dieses Format ist kein später Zusatz zu seinem Bühnenbild. Bereits vor seiner Teilnahme an der Star Academy verband Mosimann DJing mit Live-Gesang und erweiterte im Verlauf seiner Karriere lediglich das Spektrum der Instrumente, die ihm auf der Bühne zur Verfügung standen.

Eine neue Phase Mitte der 2020er-Jahre

In Mosimanns reiferer Diskografie stehen Club House und Tech House zunehmend neben vollwertigen Vocal-Tracks.

Zu den auffälligen Arbeiten dieser Phase zählen Dancing On My Own, Sin amor mit Cecilia Krull, Save Your Money, Don't Say Goodbye, Wish Me Well, Underneath The Blue mit Joe Cleere, Ghosts mit Skip The Use und Soon mit Gaëtan Roussel.

Diese Veröffentlichungen folgen keiner einzigen engen Genrelinie. Einige sind klar auf den Dancefloor ausgerichtet, andere konzentrieren sich stärker auf Gesang und Songstruktur — ganz im Sinne des Prinzips, das bereits in der Reihe Outside The Box erkennbar wurde.

Star Academy 2026

2026 wurde die Geschichte von Mosimann und der Star Academy fortgesetzt: TF1 ernannte ihn zum Direktor der neuen Staffel.

Für den Musiker schließt sich damit auf ungewöhnliche Weise ein Kreis. 2008 war er selbst Teilnehmer der Akademie und gewann den Wettbewerb; achtzehn Jahre später erhielt er die Aufgabe, einer neuen Generation von Künstlern dabei zu helfen, ihre eigene Bühnen- und Musikidentität zu entwickeln.

Diese Entscheidung spiegelt zugleich die Veränderung seines professionellen Status wider. Mosimann kehrt nicht nur als ehemaliger Gewinner zurück, sondern als DJ, Komponist, Studioproduzent, Sänger und Musiker mit langjähriger Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen der Musikindustrie.

Musikstil

Mosimanns Musik hat mehrere deutlich unterschiedliche Phasen durchlaufen.

An der Schwelle von den späten 2000er- zu den frühen 2010er-Jahren standen Pop, Jazz und Electro-Pop im Mittelpunkt. Danach wurden Electro House, Progressive House und Festival EDM zu seinen wichtigsten Richtungen. Später verschob sich sein Sound stärker in Richtung House und Tech House und öffnete sich gleichzeitig für songorientierte und melodische elektronische Musik.

Trotz aller Veränderungen blieben mehrere Elemente konstant.

Das erste ist sein rhythmisches Denken. Selbst bei der Arbeit an einem Popsong nähert sich Mosimann der Struktur häufig wie ein DJ und Produzent elektronischer Musik.

Das zweite sind Live-Instrumente. Keyboards und Drums bleiben ein wesentlicher Bestandteil sowohl seiner Studiosprache als auch seiner Bühnenauftritte.

Das dritte ist der Gesang. Mosimann nutzt seine Stimme nicht lediglich als zusätzlichen Bühneneffekt, sondern kann vollständige Gesangsparts selbst übernehmen und ganze Kompositionen darum herum aufbauen.

Deshalb lässt sich Mosimann am treffendsten nicht über ein einzelnes Genre beschreiben, sondern über die Verbindung mehrerer professioneller Rollen: DJ, Komponist, Sänger, Arrangeur, Instrumentalist und Musikproduzent.

Diskografie

Studioalben und größere eigene Projekte

  • Duel — 2008
  • Exhibition — 2010
  • The 8 Deadly Sins — 2013
  • Outside The Box, Pt. 1 — 2020
  • Outside The Box, Pt. 2 — 2021
  • Outside The Box, Pt. 3 — 2023

Neuauflagen

  • Il y a je t'aime et je t'aime — 2009, erweiterte Neuauflage von Duel

Ausgewählte Singles und Tracks

  • Cherchez le garçon
  • Il y a je t'aime et je t'aime
  • Gimme a Break
  • All Alone — mit Tara McDonald
  • Psyké Underground
  • Never Let You Go — mit Joe Cleere
  • TI89
  • Forever — mit David Taylor
  • Cali
  • Horizon — mit Leandro Da Silva
  • Mon Amour
  • I Hate Me
  • Comment te dire adieu
  • Dancing On My Own
  • Sin amor — mit Cecilia Krull
  • Save Your Money
  • Don't Say Goodbye
  • Wish Me Well
  • Underneath The Blue — mit Joe Cleere
  • Ghosts — mit Skip The Use
  • Soon — mit Gaëtan Roussel

Mosimann hat einen ungewöhnlichen Weg hinter sich: vom DJing im Teenageralter und einer Fernseh-Popkarriere über die internationale elektronische Szene bis hin zur Studioproduktion und einem eigenen Format, das den Entstehungsprozess von Musik sichtbar macht. Die Star Academy brachte ihm breite Bekanntheit, doch seine spätere Karriere beruhte auf einer ständigen Neudefinition seiner eigenen Rolle: vom Sänger zum EDM-DJ, vom Festival House zu einem flexibleren Clubsound und vom Solokünstler zum Komponisten und Produzenten für andere Interpreten. Gerade seine Fähigkeit, ebenso souverän hinter dem DJ-Pult, an den Keyboards, am Schlagzeug, am Mikrofon und im Studio zu arbeiten, wurde zum wichtigsten Erkennungsmerkmal von Mosimann.


Musik hören Mosimann

Mosimann - Die Macht

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04:08 9.56Mb [320 kbps] 32 0 0 11.05.2026 Shattered Echo EDM, Dance

Mosimann - Gift

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04:23 10.16Mb [320 kbps] 49 0 0 27.03.2026 Shattered Echo EDM, Dance

Mosimann - There's A Way

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04:52 11.26Mb [320 kbps] 14 0 0 27.03.2026 Shattered Echo EDM, Dance

Mosimann & Grand Bleu - Fade To Grey

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04:58 11.48Mb [320 kbps] 36 0 0 27.03.2026 Shattered Echo EDM, Dance

Mosimann & Skip the Use - Ghosts

Mosimann & Skip the Use - Ghosts

02:18 5.37Mb [320 kbps] 101 0 0 27.02.2026 Shattered Echo EDM, Dance

Mosimann & Walshy Fire - Bad Man Sound

Mosimann & Walshy Fire - Bad Man Sound

02:00 4.69Mb [320 kbps] 45 0 0 04.01.2026 Shattered Echo House, Tech House

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